Aktuelle Angebote


Produktübersicht

Mehrschichtparkett

Mehrschichtparkett nach Farbtönen

 



Anleitung zur Parkettverlegung

Anleitung zur Parkettverlegung
Unser Fertigparkett wird nach neuer EU-Norm DIN pr EN 13489 hergestellt.

Achtung: Lagern Sie die Parkettdielen in ungeöffneter Verpackung mindestens 48 Stunden zur Akklimatisierung in dem Raum, in dem verlegt werden soll.

Vor der Verlegung
Wir empfehlen für Parkett schwimmende Verlegung, das heißt, lediglich Verleimung Nut und Feder zu einer zusammenhängenden Fläche ohne feste Verbindung zum Unterboden. Als Unterboden eignen sich Beton, Estrich, Spanplatte, alte Holzfußböden, Linoleum, Nadelvlies etc.

Vollflächige Verklebung ist möglich, sollte aber in jedem Fall von einem Fachmann ausgeführt werden.

Es ist darauf zu achten, dass die relative Luftfeuchtigkeit zwischen minimal 45 und
maximal 60 % liegt, sowohl vor als auch nach der Verlegung. Die Temperatur des Raumes als auch des zu verlegenden Parketts sollte mindestens 18ºC betragen. Die Parkettdielen sollten in der Originalverpackung gelagert und diese sollte erst unmittelbar vor der Verlegung geöffnet werden.

Unterboden
Vor der Verlegung muss sichergestellt sein, dass der Untergrund waagerecht, eben, sauber und trocken ist (gemäß DIN 18356 Parkettarbeiten).

Sollten Unebenheiten von mehr als +/- 2 mm (auf 1 m Länge) vorkommen, müssen diese ausgeglichen werden (bei Beton oder Estrichböden durch Spachtelmasse, bei Holzböden durch Schleifen oder Hobeln).

Fertigparkett sollte immer gegen Feuchtigkeit vom Unterboden geschützt werden. Grundsätzlich bei Verlegung auf Fußbodenheizung, sowie auf allen mineralischen Böden, wie z.B. Beton, Estrich, Terrazzo ist eine Dampfbremse notwendig. Als Dampfbremse verwendet man z.B. eine 0,2 mm dicke, diffusionshemmende, altersbeständige PE-Folie, mit ca. 20 cm überlappung, wannenartig verlegt und an den Wänden hochgezogen, damit aufsteigende Restfeuchte aus dem Untergrund an den Seiten entweichen kann. Auf Untergründen, die an Erdreich grenzen, also im Bereich von nicht unterkellerten Räumen, oberhalb von Gewölbe- und Kriechkellern und über Räumen mit erhöhter Feuchtigkeit wie Heizungskellern, Waschküchen oder ähnlichen, wird der Einsatz einer Dampfsperre in Form einer 2 mm dicken PE-Folie empfohlen.

Die Restfeuchte im Unterboden darf nicht höher als 2 % sein. Trittschalldämmung (z.B. 2-3 mm dicker PE-Schaum, Korkschrotpappe, Korkunterlage etc.) sollte immer über der PE-Folie verlegt werden und zwar auf Stoß und nicht überlappend.

Bitte verlegen Sie Folie nicht auf Nadelvlies oder organischen Bodenbelägen aus Textilien, da es ansonsten zu Schimmelbildung kommen kann. Solche Beläge sind gegebenenfalls zu entfernen. In der Regel empfiehlt sich die Parkettelemente längs zum Lichteinfall zu verlegen. Auf alten Dielenböden sollte im rechten Winkel zum Unterboden verlegt werden.
(Achtung: eventuelle Wölbungen des Unterbodens abschleifen, bzw. abhobeln.)

Besonders zu beachten
Holz ist ein natürliches und lebendiges Material. Deshalb müssen zwischen Parkett und Wand, sowie zu allen festen Bauteilen Dehnungsfugen von mindestens 10 mm vorgesehen werden. Bei besonders großen Räumen errechnet man die notwendige Dehnungsfuge wie folgt: Raumbreite in m x 1,5 (z.B. Raumbreite 9 m x 1,5 = 13,5 mm Dehnungsfuge).

Eine Dehnungsfuge ist ebenso vorzusehen an allen übergängen und Türdurchgängen. die Bewegungsfugen werden während der Verlegung am zweckmäßigsten mit Hilfe von Holzkeilen fixiert (am besten ca. alle 50 cm ein Keil. Siehe Abb. 1).

Bei allen Böden, die breiter als 12 m sind, empfiehlt sich eine Aufteilung des Raumes durch eine zusätzliche Bewegungsfuge.

Die Verleimung der Dielen erfolgt auf der Innenseite der oberen Nutwange (siehe Abb. 2)

mit einem durchgehenden Leimstrang. Bitte auch sämtliche Stirnstöße verleimen. Kommt der Leim nicht auf die Nutwange bzw. wird zu wenig Leim verwendet, besteht die Gefahr, dass der fertige Fußboden "knarrt".

Verwenden Sie handelsüblichen PVAC-Weißleim/Parkettleim in einer Leimflasche mit Tülle.

Unmittelbar nach dem Leimauftrag fügen Sie die einzelnen Parkettelemente mittels Hammer und Schlagklotz (mindestens 30 cm lang) zusammen. Austretenden Leim bitte sofort mit einem nebelfeuchten Tuch entfernen. Der Schlagklotz wird vor die Feder gelegt, um eine Beschädigung der Nutzschicht zu verhindern (siehe Abb. 5)


Fertigparkett ist werkseitig wohnfertig versiegelt. Schleifen und Lackieren ist in normalen Wohnräumen nicht mehr notwendig, empfiehlt sich aber bei Verlegung z.B. in Küchen oder Eingangsbereichen. Zusätzliche Versiegelungen sollten ausschließlich vom Fachmann vorgenommen werden.

Verlegung
1. Beginnen Sie in einer Ecke des Raumes links mit beiden Nuten zur Wand.

2. Ist die Wand nicht gerade, muss auf der ersten Dielenreihe der Wandverlauf markiert werden. Danach passen Sie die Dielen in Längsrichtung durch Zuschnitt dem Wandverlauf an. Die gerade Ausrichtung der ersten Dielenreihen (Richtschnur oder Richtlatte) ist besonders wichtig für ein gutes Verlegeergebnis. Das letzte Brett einer Dielenreihe wird so gewendet, dass Feder an Feder liegt (siehe Abb. 3), mit Winkel markiert und dann gekappt (denken Sie daran beim Kappen, die Bewegungsfuge hinzuzurechnen)

Dielen mit Hammer und Zugeisen dicht zusammenfügen (siehe Abb. 4).

Bitte nicht vergessen, die Bewegungsfuge mit einem Keil zu fixieren.

3. Mit dem Reststück der letzten Dielenreihe wird die nächste begonnen. Achten Sie darauf, dass die Stoßfugen nebeneinander liegender Parkettreihen mindestens 60 cm Versatz haben (siehe Abb. 6).


4. Für Rohrdurchlässe werden an der entsprechenden Stelle des Parketts Löcher gebohrt, deren Durchmesser mind. 20 mm größer ist als derjenige des Rohres.
Anschließend wird vom Rand des Parkettelementes zur Bohrung hinführend ein keilförmiges Stück ausgeschnitten. Dieses wird dann nach dem Verlegen wieder angeleimt (siehe Abb. 7)


5. Vorhandene Holztürzargen können gekürzt, werden, damit das Parkett darunter verlegt werden kann. Man legt ein Stück Parkett an und sägt die Türzarge entsprechend kürzer (siehe Abb. 8).

In der Regel kürzt man Türzargen jedoch nicht. Dann muss jedoch eine Dehnungsfuge zwischen Parkett und Türzarge vorgesehen werden, die später mit silikonfreier Parkettfugendichtmasse verfugt wird.

6. Die Elemente der letzten Reihe werden eingemessen und durch Sägen der erforderlichen Breite angepasst (siehe Abb. 9).

Mit Hilfe eines Zugeisens werden die Parkettelemente eingefügt.
Anschließend wird auch diese Reihe mit Holzkeilen fixiert (siehe Abb. 10).

Auch hier darauf achten, dass der Wandabstand eingehalten wird.

7. Nach der Trocknung des Leims (frühestens nach einem Tag) werden alle Holzkeile entfernt und die Dehnungsfugen mit Sockelleisten, Rosetten, übergangs- bzw. Abschlussprofilen abgedeckt. Achten Sie darauf, dass die Leisten bei der Montage nicht fest gegen den Parkettboden gepresst werden, da sonst die Parkettfläche nicht ausreichend arbeiten kann. Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung des Raumes, damit eventuell noch vorhandene Baufeuchtigkeit den Parkettboden nicht beschädigt.


Reinigung und Pflege
Im Interesse einer langen Lebensdauer und einer schönen Erscheinung muss die Parkettfläche in erforderlichen Zeitabständen mit geeigneten Reinigung- und Pflegemitteln gereinigt und gepflegt werden. Wir schlagen Ihnen hierfür das folgende Reinigungs- und Pflegesystem vor:

1. Erst- bzw. Grundpflege
Nach der Verlegung muss die Parkettfläche umgehend gereinigt werden. Alle Restmaterialien und Staub müssen entfernt und der Feinstaub muss mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Danach muss die Parkettoberfläche mit einem nebelfeuchten Tuch abgewischt werden. Sobald die Oberfläche gesäubert und trocken ist, kann das Pflegemittel aufgetragen werden. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller.

2. Laufende Reinigung und Pflege
Die hochwertige Versiegelung macht Fertigparkett zu einem pflegeleichten und hygienischen Bodenbelag. Der Boden wird lediglich mit einem weichen Besen oder Staubsauger bzw. Parkettpflegetuch gereinigt. Falls erforderlich kann anhaftender Schmutz auch mit einem nebelfeuchten Tuch aufgenommen werden. Den Boden gelegentlich mit einem Pflegemittel behandeln. Sparsam mit Feuchtigkeit umgehen !

Flecken und Flüssigkeiten jeder Art sind sofort zu entfernen. Sand und Wasser sollten durch Schmutzfangmatten am Haus- oder Terrasseneingang vom Parkettboden ferngehalten werden. Möbelfüße und Stuhlbeine sollten mit Filzgleitern versehen und das Begehen des Bodens mit Pfennigabsätzen sollte vermieden werden. Besonders in der Heizperiode sinkt die Luftfeuchtigkeit oft schnell. Durch Zimmerpflanzen, Raumluftbefeuchter, regelmäßiges Lüften und Vermeidung von überheizen kann dem entgegengewirkt werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte jederzeit zwischen 45 % und 60 % liegen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Fachhändler.
 



Auszug aus den Richtlinien für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für das Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe, die dem Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik, Bundesinnungsverband, Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe, Bonn, angehören, wo unter "Grundsätzliches zur Beurteilung der Oberfläche von Bodenbelägen und Parkett" nachfolgendes steht:

"Ein Fußboden ist kein Möbelstück, er ist ein Gebrauchsgegenstand, der täglich mit Füßen getreten wird. Anforderungen an die Oberfläche, wie solche, die an ein Möbelstück gestellt werden, scheiden daher aus. Die Beurteilung der Oberfläche eines Fußbodens geschieht in aufrecht stehender Haltung.

Beobachtungen oder Abfühlen der Oberfläche in knieender oder gebückter Haltung scheiden für die Beurteilung aus.

Schräglicht, Beleuchtungen oder andere Lichtbrechungseffekte, z.B. Gegenlicht, dürfen für eine Beurteilung nicht herangezogen werden, da diese Methoden der Zweckbestimmung eines Fußbodens völlig widersprechen."


Anleitung drucken